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„Ahoi“ als Tradition und Neuanfang

Besuch der deutschen Lehrkräfte an der tschechischen Partnerschule in Litomyšl

Historie

Seit 2005 besteht eine Schulpartnerschaft zwischen dem OSZ I Barnim in Bernau / Deutschland und der Höheren Pädagogischen Schule in Litomyšl /Tschechische Republik.

In einem regen und regelmäßigen Austausch von Lehrkräften und Schülern entstand eine intensive und langjährige Freundschaft zwischen den Schulen beider Länder. Erfahrungsaustausche, Begleitung typischer traditioneller Anlässe, gegenseitige Hospitationen mit interessanten Unterrichtsideen, Gastfreundschaft ohne Grenzen – eben das berühmte „Schauen über den Tellerrand“ führten dazu, die Unterschiede beider Länder als Chance zu begreifen, Gemeinsamkeiten zu entdecken.

So war es kein Wunder, dass die deutsch – tschechische Partnerschaft unbedingt die Widrigkeiten eines Umzuges des Schul- und Ausbildungsstandortes überstehen sollte. Mit dem Wechsel der Ausbildung und auch der Kollegen und Kolleginnen zum OSZ 2 Barnim in Eberswalde ab 2017 bot sich die Möglichkeit, die Schulpartnerschaft auf eine neue Ebene zu heben: Traditionelles zu erhalten und Veränderungen dort stattfinden zu lassen, wo neue Ideen diese Partnerschaft positiv weiterentwickeln.

Aus diesem Grund besuchten vom 03.10.2018 bis 05.10.2018 der Schulleiter des OSZ II Barnim, A. Haase, sowie die Lehrkräfte G. Halves, K. Spindler und A. Mews die Schule in Litomyšl. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin V. Hrebcová ging es schnell in eine intensive Arbeitsphase. Wichtig und entscheidend für die Schulpartnerschaft ist die Tatsache, dass beide Schulen diese fortführen wollen und die beiden Schulleiter André Haase und Stanislav Lenícek dies versicherten.

Wie könnten die neuen Wege der Schulpartnerschaft aussehen?

  • Die jährlich wechselnden Treffen der Schülergruppen orientieren sich zukünftig noch intensiver an der Praxis
    • mit  z. B.vorbereiteten Mini-Angeboten, welche in verschiedenen Einrichtungen umgesetzt werden
    • mit der Bildung von Schüler-Tandem bei den Besuchen einschließlich gemeinsamer theoretischer und praktischer Arbeitstage
    • mit dem Kennenlernen verschiedenster pädagogischer Konzepte
  • Ergebnisse von Schülerarbeiten werden im gegenseitigen Austausch in der jeweils anderen Partnerschule in einer Ausstellung präsentiert, z. B.
    • Schülerarbeiten
    • Prüfungsarbeiten
    • Projektvorstellungen
  • Workshops werden gemeinsam entwickelt und am entsprechend günstigen Standort durchgeführt, z. B.
    • in Deutschland: 1. Hilfe-Kurs, 1. Hilfe-Kurs für Kinder, Berührung im sozialpädagogischen Alltag, Basale Stimulation, Bewegtes Lernen
    • in Tschechien: Dramaturgisches Spiel, musische Erziehung, künstlerische Erziehung, Chor
    • in beiden Ländern: Methodenrepertoire

Was haben wir in Litomyšl gesehen?

Die deutschen Kolleginnen und Kollegen konnten in unterschiedlichen Fächern hospitieren. Besonders beeindruckend waren z. B. die methodische Herleitung im Dramaturgischen Spiel der Erzieherausbildung oder auch das Vorstellen spezieller Methoden im Bereich „Musikhören mit Kindern“. Am Nachmittag erhielten die Kollegen die Möglichkeit, dem Schulchor „KOS“ zuzuhören, welcher weit über die Grenzen bekannt ist.

Interessant war ebenfalls die praktische pädagogische Arbeit im Kindergarten. Das Kita-Personal äußerte den Wunsch, gemeinsam auch mit der deutschen Schule zu kooperieren. Herr Haase lud deshalb gern die Kitaleitung ein, an den Erfahrungsaustauschen teilzunehmen.

Neben der pädagogischen Arbeit bekamen die deutschen Lehrkräfte die Möglichkeit, die Kultur des Landes kennenzulernen. Die UNESCO-geförderte Stadt Litomyšl hat viele künstlerische Highlights aufzuweisen, wie z. B. die Arbeiten des Künstlers Olbram Zuobeks in den Kellerräumen des Schlosses, die restaurierte Kirche mit einem phantastischen Blick über die Stadt , das Schloss-Areal mit Parkanlage sowie verschiedene Ausstellungen und Museen. Ein Besuch in der Hochschule für Restauration zeigte die schwierige Arbeit der Restauratoren, welche nicht nur die Kunst, sondern auch das Handwerk mit viel Geduld beherrschen müssen. Selbst am Abend beim gemütlichen Beisammensein wurden intensiv Ideen weiterentwickelt.

 

Ein großer Dank gilt Frau Dr. Jana Macková von der tschechischen Partnerschule. Seit Beginn der Partnerschaft setzt sie sich für das Gelingen dieser ein und sorgte wieder einmal für einen unvergesslichen Aufenthalt.

Als Fazit der Reise lässt sich feststellen:

Die langjährige deutsch-tschechische Schulpartnerschaft wird nicht nur weitergeführt werden, sondern mit vielen neuen Ideen intensiviert und weiterentwickelt.

 

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